In Namibia wurde der Spielfilm Mad Max: Fury Road gedreht, und das nicht ohne Grund. Das Land hat wirklich etwas Postapokalyptisches und in manchen Teilen sieht es so aus, als wäre man auf einem anderen Planeten. Namibia ist einzigartig und faszinierend, berühmt für seinen klaren Sternenhimmel, die atemberaubende Küste, die riesigen Sanddünen und einen unglaublichen Artenreichtum. Urlaub in Namibia ist der perfekte Einstieg für Afrika, Safari und Tiere beobachten. Diese 10 Orte lassen deinen Namibia Urlaub magisch werden:

1. Authentisches Himba-Dorf in Opuwo

Himba in Namibia

Himba in Namibia

Der Besuch des Himba-Stammes gehört zu den absoluten Höhepunkten einer Reise nach Namibia. Die Himba sind ein halbnomadischer Stamm und wegen dem ungewöhnlichen Aussehen der Stammesfrauen einer der bekanntesten Stämme in ganz Afrika. Sie schmieren sich Ocker, Butter und Kräuter namens Otijize auf Haut und Haare und färben sie damit orange/rot. Dieses Schönheitsideal wurde von den leuchtenden Farben der Erde inspiriert, die nur in Afrika zu finden sind. Wenn Du ein wirklich authentisches Dorf sehen möchtest, solltest Du in den Nordwesten nach Opuwo fahren, wo die Himba traditionell leben.

2. Die Schönheit der Epupa-Fälle

Nördlich von Opuwo, in der Kunene-Region, liegen die Epupa-Fälle, ein schöner Wasserfall in einer ansonsten trockenen, aber atemberaubenden Region an der Grenze zu Angola. Auf der anderen Seite der Grenze werden die Wasserfälle auch Monte-Negro Wasserfälle genannt. Die Wasserfälle werden am besten gleich nach der Regenzeit besucht, denn der Wasserstand sinkt im Laufe des Sommers dramatisch ab und im September/Oktober sind die Equpa-Fälle fast ausgetrocknet. Das Wort Epupa bedeutet übrigens in der Landessprache: Schaum. (der sich mal Sturz des Wassers bildet)

3. Im Etosha Nationalpark nachts Tiere beobachten

Elefanten im Etosha Nationalpark

Elefanten im Etosha Nationalpark

Im Etosha Nationalpark leben viele verschiedene Tierarten und es ist einer der letzten Orte auf der Welt, wo das seltene Spitzmaulnashorn noch existiert. Leider bekommst Du die „Big Five“ hier nicht vor die Linse, denn es gibt keine Büffel. Die Landschaft selbst ist einzigartig. Etosha bedeutet „großer weißer Ort“, was sich auf die Trockenzeit von Juni – Oktober bezieht. Wenn Du den Etosha Nationalpark besuchst, musst Du unbedingt im Camp am Okaukuejo übernachten. Dort gibt es ein beleuchtetes Wasserloch, an dem die Tiere, oft viele Arten gleichzeitig, nachts trinken.

4. Neue Perspektiven vom Waterberg Plateau und den Bergen von Damaraland

Sonnenuntergang in Damaraland

Sonnenuntergang in Damaraland

Wenn Wandern Dein Ding ist, dann ist das Waterberg Plateau der perfekte Ort. Es ist als Tafelberg der Kalahari bekannt. Von dort oben bietet sich ein herrlicher Blick auf die Umgebung und es gibt geführte Wanderungen. Wenn Du lieber klettern möchtest, erklimme die Berge des Damaralands. Es ist eine der schönsten Regionen Namibias, mit unglaublichen Felsformationen und atemberaubenden Tälern, bekannt für seine Sonnenuntergänge und Felsenmalereien. Hier liegen die Spitzkoppe, eines der berühmtesten Wahrzeichen des Landes und der Brandberg, der höchste Berg Namibias.

5. Schiffswracks an der Skelettküste

Schiffswrack

Schiffswrack

Dieser Teil der namibischen Küste wird auch Tor zur Hölle genannt, was schon darauf hindeutet, worum es geht. Wenn die kalten Wasserströme des Atlantiks auf die heiße, trockene Luft der Namibwüste treffen, entsteht dichter Nebel, der viele Schiffe vor der Küste Namibias auf Grund laufen ließ. Heute ist dort ein Schiffswrackfriedhof mit Walknochen, deshalb der Name Skelettküste. Die Gegend ist trostlos, unwirklich und absolut atemberaubend.

6. Cape Cross Robbenkolonie

Robben Kolonie

Robben Kolonie

An der Skelettküste liegt die Cape Cross Seal Colony, wo sich je nach Saison über 100.000 Robben tummeln. Die beste Zeit für einen Besuch ist im November und Dezember, dann ist hier die Hölle los, weil die Welpen geboren sind. Ein süßer Anblick, aber es stinkt wirklich erbärmlich.

7. Sterne beobachten im NamibRand Naturschutzgebiet

Namibrand Naturschutzreservat

Namibrand Naturschutzreservat

Nur etwas 60 Kilometer unterhalb der Sesriem-Canyons liegt NamibRand. Es ist einer der besten Orte der Welt für die Sternenbeobachtung. Mit über 200.000 Hektar ist es zugleich eines der größten Naturschutzgebiete in ganz Afrika. Das Reservat liegt in privater Hand und wurde seit Anfang der 80er Jahre von einem Deutsch-Namibischen Geschäftsmann aufgekauft. Im Jahr 2012 erklärte die International Dark Sky Association das NamibRand Naturschutzgebiet zum offiziellen Dark Sky Reserve, dem ersten in Afrika.

8. Abenteuerlust in Swakopmund

Swakopmund, Namibia

Swakopmund, Namibia

Wer bei seinem Namibia Urlaub nach viel Wüste und Savanne wieder Lust auf Strand und Meer hat, fährt nach Swakopmund. Hier findest du ein vielfältiges Abenteuer.. Die Stadt liegt an der Küste im Zentrum Namibias, flankiert vom Atlantischen Ozean und der Namibwüste. Hier wird Abenteuer pur geboten, vom Fallschirmspringen, Quadbiken und Sandboarding bis hin zu Radtouren, Wüstenwanderungen und Stadtbesichtigungen. Swakopmund wird oft als „deutscher als Deutschland“ bezeichnet, mit niedlichen Gebäuden, netten Cafés und Restaurants und Geschäften. Allerdings befindet sich hier auch das Township Mondesa, wo das Erbe der Apartheid noch allgegenwärtig ist. Zwei krasse Gegensätze treffen aufeinander. Berühmt für Swakopmund sind auch die Sandbänke und Seerobben Sammlungen am Wasser.

9. Beeindruckender Sandwich Harbour

Sandwich Harbour Sanddünen

Sandwich Harbour Sanddünen

Südlich von Walvis Bay liegt der Sandwich Harbour. Es ist ein atemberaubender Ort, an dem riesige Sanddünen direkt in den Ozean fallen. Die Sandwichbucht gehört noch zum Naturschutzgebiet der Namibwüste. Die Straßen sind nur schwer zu befahren, da sie zumeist mit Sand überweht und häufig kaum zugänglich sind. Die Anfahrt ist daher nur mit einem 4×4 möglich, oder Du buchst eine der beliebten Touren.

10. Über 900 Jahre alte (tote) Bäume in Deadvlei

Deadvlei in Namibia

Deadvlei in Namibia

Dieser Ort ist viel interessanter als er klingt. Deadvlei ist einer der berühmtesten, faszinierendsten und am meisten fotografiertesten Orte in Namibia. Die toten Kameldornbäume, die sich wegen der trockenen Luft nicht zersetzen, sind eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Namibias. Über 900 Jahre alte, schwarze Bäume im Kontrast zum leuchtend orangefarbenen Sand und einem tiefblauen Himmel.

Aktuell ist noch ein guter Zeitpunkt, um Namibia zu besuchen – bevor es zu beliebt und vom Massentourismus entdeckt wird.